Freitag, 24. Januar 2014

„Zweier ohne“ von Dirk Kurbjuweit: Versuch einer ganzheitlichen Deutung

Liebe Leser (mittlerweile ist es ja nicht mehr nur eine Klasse)

Obwohl die Novelle "Zweier ohne" Prüfungsthema ist, gibt es wenige ganzheitliche Interpretationen, von Hilfeheften ganz zu schweigen. Aus diesem Grund möchte ich allen Interessierten die Möglichkeit geben, eine solche Deutung zu lesen. Dies ist nur für diejenigen, die weiter arbeiten wollen. Wenn es gefällt, teilt es weiter und kommentiert, dann kann es für die Prüfung sehr nützlich sein.

Grüße
Der Lehrer

Link: http://bobblume.de/?p=1670

Dienstag, 21. Januar 2014

Der Unfall - erweiterter Suizid?



Der Unfall, bei dem Ludwig ums Leben kommt und Johann so stark verletzt wird, dass er auch im Alter noch hinkt, wird von Vera und Johann grundlegend anders bewertet.
Wie unterscheiden sich die Bewertungen?
Welche Deutung ist wahrscheinlicher?
Was sagen die Deutungen über die beiden Figuren aus?

Sonntag, 19. Januar 2014

Johann, der Erzähler der Geschichte

Die dicht erzählte, mit Symbolen aufgeladene Novelle "Zweier ohne" wird aus der Sicht Johanns erzählt. Glaubt man anfangs noch daran, dass alles, was dieser erzählt, auch stimmen muss, wird man nach und nach unsicher. Johann fällt unter die Kategorie eines "unzuverlässigen Erzählers", d.h. wir wissen oftmals nicht, ob er die Wahrheit sagt oder nicht. Oder ob er vielleicht etwas anderes wahrhaben möchte.
1. Welche Stellen im Buch findet ihr?
2. Wie zeigt sich der Unterschied zwischen dem, was Johann sagt, und dem, was eigentlich passiert.
3. Warum erzählt Johann trotzdem so, wie er es tut?

Viel Spaß! Ich freue mich auf gute, weiterführende Beiträge.
Euer Klassenlehrer

P.S. Ach ja, liebe andere Klassen. Traut euch. Es wird nichts Schlimmes passieren, wenn ihr mitmacht.

Dienstag, 14. Januar 2014

Tagebucheintrag Johann über Ludwig

Liebe Klasse,

hier ein sehr guter Tagebucheintrag über das Verhältnis zwischen Johann und Ludwig in der ersten Zeit. Wenn ihr ihn durchlest, achtet vor allem auf die lebendige Sprache bei Gedanken.

Liebe Grüße
Euer Klassenlehrer



Liebes Tagebuch,
es ist jetzt genau zwei Wochen her, seit ich das erste Mal etwas mit Ludwig unternommen hatte. Es ist spät, ich kann nicht einschlafen, so viele unzählige Gedanken gehen durch meinen Kopf. Ich habe das Fenster ein wenig geöffnet, damit ich das Rauschen der Fahrzeuge, die die Brücke überqueren, besser hören kann. Ich spüre den leichten Windzug, der über mein Gesicht streicht. Unglaublich, wie schnell sich das Leben verändern kann. Ich erinnere mich noch genau daran, wie sehnlich ich mir einen besten Freund wünschte. Und dann kam Ludwig in meine Klasse und alles änderte sich. Ich sehe ihn noch bildlich vorne im Klassezimmer, links von der Tür, neben dem Rektor stehen und sehe wie er lacht. Ich weiß nicht, wieso, aber schon ab diesem Moment, begann ich ihn mit mir zu vergleichen. Er entsprach meiner persönlichen Vorstellung eines sogenannten besten Freundes und vor allem ist er mir ähnlich, zumindest vom Aussehen her. Ich hatte die Hoffnung, dass er derjenige ist, mit dem ich Spaß haben konnte, derjenige, mit dem ich ununterbrochen spielen konnte. Ich hoffte, dass er anders ist als all die andern. Irgendwann tauschten wir unsere Nummern aus. Jedoch wollte ich nicht den ersten Schritt machen. Ich wollte, dass ich für jemanden wichtig bin und diese Wichtigkeit verspürte ich nur, wenn sich jemand bei mir meldete. Naja, vielleicht ist das nur eine Ausrede dafür, dass es in Wirklichkeit uncool war jemanden anzurufen und möglicherweise war es auch die Angst davor, er würde mich nicht mögen. Als jedoch eines Tages das Telefon klingelte und er mich sprechen wollte, breitete sich in mir ein riesiges Glücksgefühl aus. Heute vor zwei Wochen, hatte ich endlich einen besten Freund. Natürlich merkte ich das nicht sofort, aber im Nachhinein ist mir das bewusst geworden, ich spürte es. Ich war sehr aufgeregt an diesem Tag, aufgeregt darauf, ob er tatsächlich so ist, wie ich es vermutete. Wir spielten in der Werkstatt neben seinem Haus, in der sein Vater Motorräder repariert. Es machte Spaß, auf den defekten Motorrädern zu sitzen und einfach nur unbeschwert zu spielen. Ludwig schlug irgendwann vor, zur Brücke hinauf zu gehen.
Zuerst war ich davon begeistert, denn ich war noch nie zu vor dort oben, obwohl sie ja praktisch neben Ludwigs Haus steht, doch kurz darauf verfloss diese Begeisterung. Es machte sich Angst in mir breit, als wir den steilen, hohen Hügel hinaufstiegen. Es war Ludwig der mich schlagfertig davon überzeugte. Ich war froh, dass ich mich überwunden hatte. Das spürte ich auch, als wir nach vielem Stürzen und Wiederaufstehen endlich oben angekommen waren. Nie werde ich das Gefühl, das ich in jenem Augenblick hatte, vergessen. Ich fühlte mich wie weg, ganz weit weg von dem allem, es war, als wäre ich schlaftrunken. Und ich fühlte mich mächtig, überlegen, von all den Dingen, die mir dort unten, auf die ich hinabblickte, Druck machten. Es war das Gefühl von Freiheit und Glück gemischt, ich stand mit meinem besten Freund auf dieser Brücke, nur wir beide, es war viel zu viel gefährlich dort oben für Kinder in unserem Alter, doch genau diese Überwindung oder sogar Stellung der Gefahr, das machte uns so frei. Dieses Erlebnis zähle ich heute noch zu einem Höhepunkt in meinem Leben. Es ging mir gut, gut, wie es besser nicht sein könnte. Natürlich hatte mich die Angst aber wieder eingeholt und ich wollte zurück. Ludwig wollte jedoch noch die Straße überqueren, was mich ins schauern brachte, ich sah den eigenen Tod darin. Ludwig sagte dass er auch jemand anderen anrufen hätte können. Ich wusste das, ja. Und ich wollte ihn nicht enttäuschen, schließlich waren wir ja noch keine Freunde und wenn man noch nicht befreundet ist, bemüht man sich umso mehr, dem anderen zu gefallen. Somit ließ ich mich letztendlich überreden und alles hat prima geklappt. Im Prinzip weckte es in mir nur ein weiteres Glücksgefühl, ich war selbst stolz auf mich, dass ich meine Angst überwinden konnte. Am Abend, als wir wieder bei Ludwig waren, aßen wir Pfannkuchen. Seine Schwester Vera aß mit uns, es nervte mich. Sie mischte sich irgendwie ein und das passte mir gar nicht. Wir blieben lange auf, länger als mit den anderen, doch als Ludwig um halb zwölf einschlief, war ich ein bisschen traurig. Vielleicht konnte er nicht mein Freund sein, ich meine, ich hatte ihn anders eingeschätzt. Ich habe ihn falsch eingeschätzt. Er war wie die anderen. Und ich mochte sein Zimmer nicht. Es war unheimlich. Ich wollte nach Hause, in mein eigenes Bett.
Ich wollte keine Enttäuschungen, ich konnte nicht damit umgehen. Ich lag ewig wach und dachte nach, so wie heute. Nur, dass es mir zu diesem Zeitpunkt nicht gut ging, ich wollte einfach nur raus aus diesem Haus, es war so anders dort, so ungewohnt. Ich starrte auf den Wecker und es fühlte sich so unerträglich an. Die Räume beängstigten mich. Plötzlich hörte ich ein dumpfes Geräusch von draußen. Ludwig wachte auf, soeben lag er da noch friedlich und schlief tief und fest. In weniger als einer Sekunde war er schlagartig hellwach. Ich war verwirrt, damit hatte ich nicht gerechnet. Es folgte das Erlebnis, das uns endgültig zu besten Freunden werden ließ, an dem ich ein paar Sekunden zuvor noch zweifelte. Wir gingen nach draußen und da lag sie, das Mädchen. Reglos und verkrümmt. Sowas hatte ich noch nie zuvor erlebt. Da lag ein totes Mädchen vor mir, sie lag da einfach. Auf so etwas war ich nicht vorbereitet und jetzt konfrontierte es mich, wie aus dem Nichts. Ich war froh, dass Ludwig da war, es beruhigte mich. Und ich war überrascht, wie er damit umging, für ihn war das, als hätte er das schon tausendmal miterlebt, irgendwie so selbstverständlich. Ich bewunderte ihn dafür. Er fasste sie sogar an, während ich sie anfangs nicht einmal anschauen konnte, aus Angst. Nie im Leben hätte ich mich dem Mädchen auch nur annähernd genähert, aber Ludwig hatte diese Art, mich von allem zu überzeugen, mich zu allem zu überreden. Und wäre ich nach Hause gegangen und wäre das Mädchen nicht dort gelegen, wären wir niemals beste Freunde geworden. Wir hatten etwas, das uns seit dort an verband, etwas das nur wir beide teilten und für mich war es ein weiteres Erlebnis, dass mich erneut einer Angst stellte. Es war die Art, wie Ludwig mit Dingen umging, die ich fürchtete. Es war die Art, wie er mir half diese Angst zu überwinden. Ich bin ihm unendlich dankbar dafür. Später dann, im Spätsommer, veränderten wir beide uns soweit, dass wir die Faszination und Fantasie die wir beim Spielen hatten, hinterfragten und somit damit aufhörten. Ich stelle mir oft vor, wie es ohne Ludwig gewesen wäre. Hätte ich den Sinn vom Spielen nicht hinterfragt? Wäre ich sozusagen „zurück geblieben“? Ich bin froh, dass ich damit nicht alleine abschließen musste, dass ich wusste, dass da jemand ist, der so ist wie ich, der mich versteht, ein Gleichgesinnter. 

Von DH

Donnerstag, 9. Januar 2014

Aufgaben zum Weiterdenken: "Zweier ohne"


Nachdem Johann die verölte Katze auf dem Schoß von Vera sieht, denkt er: "(…) mit dieser Familie stimmt etwas nicht." (S.23, Z.28).
Gibt es im ersten Kapitel Anzeichen dafür, dass dies zutrifft (man denke insbesondere an Ludwigs Verhältnis zu Vera und seinem Vater)?

Kommentare werden durch mich kommentiert und sorgen für ein tieferes Verständnis der Novelle.

P.S. Der alte Post "Metapher und Motiv" wurde aktualisiert. Auch hier gibt es was zum Weiterdenken. 

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Einleitung und Schluss DM

Liebe Klasse,

hier die Einleitung und der Schluss eures Mitschülers zu der gestellten Prüfungsaufgabe.

Grüße
Euer Klassenlehrer


Sehr geehrte Eltern, sehr geehrte Lehrer, sehr geehrte Mitschüler,
in einer Schulkonferenz wurde beschlossen, dass an dieser Schule ab sofort ein generelles Handy Verbot gilt. Die bedeutet, dass auch ausgeschaltete Geräte nicht mehr geduldet werden sondern Handys komplett daheim bleiben müssen. Dies wurde auf der Grundlage einiger Lehrerbeschwerden entschieden, da diese meinten, es würde während ihrem Unterricht zu viel gesimst und gechattet.
Auch wir als SMV sind von diesem Beschluss geschockt, da auch wir unsere Handys jeden Tag in der Schule dabei haben (natürlich ausgeschaltet). Und wir, die SMV, haben uns gestern Abend noch zusammengetroffen und Meinungen ausgetauscht. Wir sind einstimmig zu dem Ergebnis gekommen, dass dieser Entschluss falsch ist. Um ihnen und vor allem denjenigen, welche den Entschluss zu diesem Verbot getroffen haben, zu zeigen wie falsch dieser ist, haben wir, wie wir es in der Schule gelernt haben (obwohl wir unsere Handys dabei hatten),  eine kleine Argumentation zusammengestellt, in welcher genauestens erklärt wird warum dieser Entschluss falsch ist.
(...)
Wir sind also zu dem Schluss gekommen dass Handys in der Schule und im Unterricht sehr nützlich und in manchen Fällen auch überlebenswichtig sein können. Man müsste älteren Lehrern oder denen, den die neuen Medien fremd sind, einfach beibringen, wie sie Mobilgeräte sinnvoll in den Unterricht einbauen können. Ansonsten wäre das Verbot von Handys an unserer Schule ein Schritt weg vom Alltag der Schüler. Man muss ihnen den richtigen Umgang mit den neuen Medien zeigen, so dass sie lernen können,  sie richtig zu nutzen. Nicht ihnen die Nutzung einer der nützlichsten Erfindungen des 20. Jahrhunderts verbieten, weil man meint, sie würden es falsch benutzen. Nochmal: Entfernt euch nicht von uns, sondern wagt den Schritt in ein neues Zeitalter des digitalen Lernens. Ihr werdet überrascht sein!

Montag, 25. November 2013

Das perfekte Argument

Liebe Klasse,

dieser Post dient in erster Linie dazu, zu schauen, ob ich Word-Dokumente hier hin laden kann, so dass ihr sie bekommt. Die Informationen von eurer Klassenkameradin werden in Kürze hier erscheinen.

Nachtrag: Mir ist es nicht möglich, Word-Dateien anzuhängen. Aus diesem Grund leite ich einen Link weiter auf meine Seite. Von dieser aus könnt ihr die Informationen dann holen.

http://bobblume.de/?p=1503

Euer Klassenlehrer